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DIE NORDDEUTSCHE von Martin Prigge 05.03.2019

Zug um Zug
79 Spieler sind kürzlich zum Schulschachturnier am Gymnasium Vegesack angetreten. Einige der jungen Teilnehmer kamen extra aus Delmenhorst, Oldenburg und Lüneburg nach Bremen-Nord.

2833283 1 articlefancybox B59P6731 2Insgesamt 79 Spieler hatten sich zum Schulschachturnier angemeldet. In dieser Partie spielt Inger Giese (rechts, vorne) gegen Katharina Maier. (Christian Kosak)

Normalerweise ist es im Gymnasium Vegesack am Wochenende ruhig. Ganz anders am vergangenen Sonnabend, als etliche Schülerinnen und Schüler, teilweise in Begleitung ihrer Eltern, morgens in die Schule an der Kerschensteinerstraße kamen. Ihr Ziel: die Teilnahme am zweiten „Bremen-Norder Schulschachturnier“. Ausgerichtet wurde der Wettkampf von der schulinternen Schach-AG in Zusammenarbeit mit dem Schachklub Bremen-Nord und der Bremer Schachjugend.

 

Den Startschuss für das Schachturnier, das bei seiner zweiten Auflage auch überregionale Beachtung fand, gab Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD). Einige der 79 angemeldeten Schachspieler waren extra aus Delmenhorst, Oldenburg und Lüneburg nach Bremen-Nord gekommen. Für die angestrebte dritte Auflage im kommenden Jahr muss sich Lehrer Timo Neuwerth, der die Schach-AG am Gymnasium leitet, daher vielleicht einen anderen Turniernamen ausdenken – immerhin ist das Schulschachturnier bereits in diesem Jahr kein ausschließlich Nordbremer Wettkampf mehr gewesen.

In ihrer Eröffnungsrede betonte Bogedan den Mehrwert des Schachs: „Schach macht schlau. Wer es spielen kann, ist in der Lage, überlegt und vorausschauend zu handeln.“ Das lasse sich in den Straßenverkehr übertragen. Oder in die Überlegung, wie man seine Eltern dazu bekommt, „den eigenen Geburtstagswunsch zu erfüllen“, sagte Bogedan augenzwinkernd. Und richtete im Anschluss lobende Worte an die Organisatoren: „Ich bin dankbar für die engagierten Lehrkräfte. Sie helfen mit, hier starke Strukturen zu bilden.“ Auch Schulleiterin Heike Ohler betonte: „Ohne Herrn Neuwerth würde Schach hier nicht laufen.“

Nach der Auslosung der Partien herrschte im Schulgebäude konzentrierte Stille. „So ruhig kenne ich die Schule gar nicht. Besonders in den Pausen ist der Lärmpegel ja ein anderer“, wunderte sich die Direktorin. Zehn Minuten später waren die ersten Partien beendet. Aufgeregt kam die Vegesacker Fünftklässlerin Mirja Pleus zurück in die Aula, wo sie Timo Neuwerth stolz erzählte: „Ich habe gerade gegen einen Siebtklässler gewonnen.“ Schülerin Lotta Schwarting nahm nicht nur am Schachturnier teil, obwohl „meine Freundin nicht gekommen ist“, sie wird für die Schülerzeitung des Vegesacker Gymnasiums auch einen Artikel über das Turnier schreiben.

Die Zahl von Hobbyspielern und Vereinsmitgliedern hielt sich unter den Teilnehmern die Waage. Zur Zielgruppe des Turniers gehörten vor allem Schüler, die gerne Schach spielen und das Angebot ohne den Zwang einer Vereinsmitgliedschaft wahrnehmen wollten, erläuterte Claas Rockmann-Buchterkirche vom Schachklub Bremen-Nord. Er übernahm die Auswertung. „Als mein Sohn Enno beim Sommerfest der Schule Schach gegen seinen Lehrer Herrn Neuwerth gespielt hat, kam die Idee für dieses Turnier. Das haben wir dann direkt eingetütet“, erzählte Rockmann-Buchterkirche.

Seit Oktober hatten Timo Neuwerth und Schulschachreferent Marco Kohlmann von der Schachjugend das Turnier geplant. 25 Kinder sind regelmäßig am Freitag in Neuwerths AG, einige halfen beim Turnier aus. „Schach ist ein Spiel, bei dem die Kinder fair spielen. Neben der Fairness wird Disziplin verlangt. Da ist zum Beispiel auch der respektvolle Handschlag vor dem Spiel selbstverständlich“, so Neuwerth.

Schulleiterin Heike Ohler und Senatorin Claudia Bogedan brachten in Sachen Schulschach keine Vorerfahrungen mit. Das habe es an ihren Schulen früher schlichtweg noch nicht gegeben. Während Heike Ohler erzählte, sie habe während der Sommerferien „draußen sitzend die Ferien durchgespielt“, gab sich Claudia Bogedan als Schachnovizin: „Ich lerne das gerade mit meinem Sohn.“ AG-Angebote seien „eine tolle Möglichkeit, in der Schule besondere Interessen und Talente zu fördern. Deshalb wollen wir jetzt auch Mathe in der Grundschule stärker betonen und haben ein Projekt gestartet, Schach verbindlich zu integrieren“, so die Senatorin.

Ihr Können an den Brettern bewiesen beim Schachturnier am Ende insbesondere die Schüler Jello Crone (Lüneburg), Tammo Stindt (Grundschule am Pulverberg), Mohamad Alhamid (Delmenhorst) und Dennis Wander (Delmenhorst), die jeweils in ihren Altersklassen siegten. „Toll wäre, wenn die Schüler ihr Talent für Schach hier entdecken und dann im Verein weiter gefördert werden würden“, äußerte Schachlehrer Timo Neuwerth einen persönlichen Wunsch. Die Teilnahme vieler Grundschüler habe außerdem einen positiven Effekt auf das Interesse an der Vegesacker Schule.

   
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