Fotos löschen  

Liebe Schüler, Eltern und Lehrer,

neben dem geschriebenen Wort erscheinen auch Fotos und kleine Videoclips auf der Homepage. Diese Medien machen die Seite erst richtig interessant und lebendig. Nichts wäre langweiliger als eine Internetseite ohne Bilder und  Videoclips.

Auf der anderen Seite hat jede Person natürlich auch das Recht am eigenen Bild. Wer also nicht auf unserer Internetseite abgebildet werden möchte, schicke bitte eine Mail an die Schule, und teilt mit, welches Bild mit seinem/ihrem Konterfei gelöscht werden soll. Wir werden das umgehend veranlassen.

Viele Grüße vom Administrator!

   

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Text von Marc Grohnert

Am 23.05.2019 begaben sich drei Vertreter des Gymnasiums Vegesack und der Leiter des Bremer DLR_School_Labs in große Gefahr. Nach einer mehrstündigen Anfahrt navigierte sich die Gruppe in Stuttgart durch das Mega-Projekt Stuttgart 21. Der Blick auf das U-Bahn-Schild versetzte die Gruppe in Panik: Neckartor, das Epizentrum der Deutschen Diskussion zur Luftqualität, Fahrverboten und Feinstaubmesswerten.

Ganz so dramatisch war es dann doch nicht. Auf dem Weg zum zweiten Our Common Future Jugendkongress der Robert Bosch Stiftung fielen der Gruppe jedoch die Messstationen und die Filter an der Straße auf. Thematisch passte dies hervorragend zum Programm des zweitägigen Kongresses, bei dem sich die geförderten Projekte zum Thema Nachhaltigkeit erneut trafen und gemeinsam an Themen arbeitete, die die Zukunft unseres Planeten verbessern sollen.

Max Faber und Konstantin Flies arbeiten zurzeit im WP-Kurs Biologie des Angebots „Luft- und Raumfahrt“ am EDEN-Projekt. Im Rahmen dieses Projektes fragen sich die Schüler bei dem Biologie-Lehrer Herrn Grohnert, welche Bedingungen Pflanzen benötigen, um bei optimaler Ausnutzung der Ressourcen optimal wachsen zu können. Angelehnt ist dieses Projekt an die Arbeit des EDEN-Labors des Deutschen Luft- und Raumfahrtinstitutes in Bremen. Langfristiges Ziel ist es, Pflanzen im Weltraum anbauen zu können. Von entscheidender Bedeutung ist dabei eine Optimierung der Ressourcennutzung, denn jedes Gramm, das mit in den Weltraum transportiert werden muss, kostet wertvollen Treibstoff und somit Geld. Das Prinzip, die verfügbaren Ressourcen optimal zu nutzen, wird auch auf unserem Planeten verfolgt. Im Sinne der Nachhaltigkeit wird dabei versucht, die sozialen, ökologischen und ökonomischen Anforderungen in Einklang zu bringen.

Spätestens seit der Bewegung Fridays for Future erfreut sich das Thema Nachhaltigkeit einer großen Beliebtheit. Doch schon vor einigen Jahren entschied sich die Robert Bosch Stiftung dazu, Projekte zwischen Schulen und Wissenschaft zu fördern, die sich um nachhaltige Fragestellungen bemühen. In Kooperation mit dem Leiter des Bremer DLR-School_Labs, Herrn Stiefs, wurde eine Unterrichtseinheit entwickelt, die u. a. durch Besuche im DLR einen eindrucksvollen Einblick in eine spannende aktuelle Forschungsfrage liefert.

Neben dem Bremer Projekt nahmen noch 27 weitere geförderte Projekte am Kongress in Stuttgart teil. In einem großen Markt der Projekte hatte jede Delegation die Möglichkeit, ihre Arbeit vorzustellen. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig nachhaltige Fragestellungen bearbeitet werden können. Das Bremer Projekt erfreute sich großer Beliebtheit. Die Verknüpfung von Raumfahrt und Pflanzenwachstum war Grundlage für viel Rückfragen, die die vier angereisten Bremer geduldig beantworteten.

Inhaltlich arbeiteten alle Teilnehmenden an einem Planspiel zur Verbesserung der Luftqualität in Stuttgart. Dazu besuchten Kleingruppen diverse Einrichtungen in Stuttgart und Umgebung. In diesem Zusammenhang konnte die größte Fakultät für Agrarwissenschaften Deutschlands an der Universität Hohenheim besucht werden. Dort sah man keine sterilen Hörsäle, sondern Kuhställe und Ackerflächen, die beprobt wurden. Dass die Landwirtschaft über die Ausbringung von Gülle einen Beitrag zur Erhöhung der Feinstaubbelastung beiträgt, konnte in einem Vortrag mit anschließender Feld-Begehung gelernt werden. Des Weiteren durfte eine Kleingruppe einen Blick auf das Auto der Zukunft werfen, welches in den Gebäuden der Robert Bosch Stiftung präsentiert wurde.

Den Beginn des zweiten Tages gestaltete Christof Bosch, Enkel von Robert Bosch und Vorsitzender des Kuratoriums der Robert-Bosch-Stiftung, mit einer Rede. In dieser wurde deutlich, dass dem Bosch-Erben das Thema Nachhaltigkeit persönlich am Herzen liegt. Dabei sprach er von einem „Bosch-Geist“, welcher in vielen Teilen des Unternehmens wiederzufinden sei und in dessen Sinne die Nachhaltigkeit wichtiger Bestandteil der täglichen Arbeit sei. Erkennen könne man dies u. a. an dem ambitionierten Projekt des Unternehmens, ab dem Jahr 2020 klimaneutral zu sein. Anschließend erarbeiteten die Teilnehmenden konkrete Vorschläge, um die Luftqualität in Stuttgart zu verbessern. Abschließend nahm die Landtagsabgeordnete Stefanie Seemann Stellung zu den vielen erarbeiteten Vorschlägen und versprach, die Projekte weiter zu verfolgen.

Nach zwei lehrreichen, jedoch auch anstrengenden, Tagen trat die Bremer Delegation den Heimweg an. Nachdem die Wichtigkeit eines attraktiven ÖPNV unisono von den Jugendlichen gefordert wurde, sahen sich die Bremer mit einem Zugausfall im Nahverkehr konfrontiert. Letzen Endes werden nachhaltige Lösungen (noch) ganz konkret auf unserer Erde umgesetzt werden müssen.

Our Common Future Kongress 2017 in Bremerhaven

Am 5. und 6.5.2017 fand in Bremerhaven der Our Common Future Kongress der Robert Bosch Stiftung statt. Anna, Tim und Timo aus dem Biologie-Wahlpflichtkurs besuchten diesen Kongress mit Herrn Grohnert. Die Robert Bosch Stiftung fördert in ihrem Nachhaltigkeitsprogramm das EDEN for Kids Projekt, welches in Kooperation zwischen dem Gymnasium Vegesack und dem DLR_School_Lab in Bremen durchgeführt wird. In diesem Projekt finden die Schüler mithilfe von Wachstumskammern heraus, welche Bedingungen Pflanzen brauchen, um optimal wachsen zu können. Im DLR-Bremen forschen Wissenschaftler im EDEN-Labor an dieser Fragestellung, um in Zukunft frische Pflanzen auf dem Mond oder Mars anbauen zu können. Die gewonnenen Informationen können jedoch im Sinne der Nachhaltigkeit auch der Erde genutzt werden.

Nach Bremerhaven begleiteten uns Dr. Dirk Stiefs und Hannah Effertz vom DLR_School_Lab. Neben dem EDEN-Projekt wurden 18 weitere Projekte gefördert und nach Bremerhaven eingeladen. Während der zwei durchgeführten Poster-Sessions hatten wir die Möglichkeit, unser Projekt vorzustellen und die anderen Themen kennenzulernen. Wir lernten, wie man mit Bücherskorpionen die Varroamilbe bekämpfen und somit dem Bienensterben entgegenwirken kann. Außerdem lernten wir ein Projekt kennen, welches den Wurzelraum der Pflanze erforscht. In interessanten Gesprächen lernten wir, dass auch bei unseren Pflanzen eine genauere Analyse des Wurzelraums ertragreich sein könnte.

In Workshops zu Nachhaltigkeitsthemen konnten wir Aspekte des Klimawandels kennenlernen und die Prinzipien von pseudowissenschaftlichen „Analysen“ diskutierten. Des Weiteren wurde die Arbeit auf der Polarstern vorgestellt.

Es blieb jedoch nicht bei einer theoretischen Einheit zum Forschungsschiff Polarstern. Am Nachmittag konnte eine Hälfte der Teilnehmer das Schiff besuchen und einen eindrucksvollen Einblick in die polare Meeresforschung erhalten. Die zweite Gruppe der Teilnehmer besuchte das Klimahaus und hörte anschließend einen Vortrag des ehemaligen Astronauten Dr. Thomas Reiter.

In der abschließenden Podiumsdiskussion diskutierten wir mit fachkundigen Referenten über das Thema Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

Am Ende der zwei Tage freuten wir uns über viele neue Eindrücke, Kontakte und Ideen. Auch im nächsten Jahr soll im Rahmen des Biologieunterrichts des LuR-Wahlpflichtkurses erneut am EDEN-Projekt gearbeitet werden. Dann sogar mit noch professionelleren Wachstumskammern, die dank der Robert-Bosch-Stiftung angeschafft werden können.

In jedem Fall freuen wir uns auf den nächsten Nachhaltigkeitskongress in zwei Jahren!

   
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