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Liebe Schüler, Eltern und Lehrer,

neben dem geschriebenen Wort erscheinen auch Fotos und kleine Videoclips auf der Homepage. Diese Medien machen die Seite erst richtig interessant und lebendig. Nichts wäre langweiliger als eine Internetseite ohne Bilder und  Videoclips.

Auf der anderen Seite hat jede Person natürlich auch das Recht am eigenen Bild. Wer also nicht auf unserer Internetseite abgebildet werden möchte, schicke bitte eine Mail an die Schule, und teilt mit, welches Bild mit seinem/ihrem Konterfei gelöscht werden soll. Wir werden das umgehend veranlassen.

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VORWORT

Das hiermit vorgelegte Schulprogramm ist – so ist es im Zuge des Entstehungsprozesses zunehmend sichtbar geworden – ein wichtiger Schritt im Rahmen der Schulentwicklung des Gymnasiums Vegesack.
Es ist zugleich Momentaufnahme der aktuellen Schulsituation und „Kompass" für die Weiterentwicklung (Zukunftsperspektive).


Das Programm basiert auf einer (nicht allumfassenden) Bestandsaufnahme, ist Rechenschaftslegung über bisherige Entwicklung, gibt an, wo wir stehen, welchen Zielen wir uns verpflichtet sehen, und beschreibt, in welchen Bereichen wir unsere Schule in welcher Richtung verändern und verbessern möchten.
Unser Schulprogramm wurde in einem arbeitsteiligen Prozess erstellt. So erklären sich die unterschiedlichen Darstellungsformen und gelegentlichen Überschneidungen.

In die Zeit der Erarbeitung des Schulprogramms fiel eine umfassende externe Evaluation im Okt./Nov. 2006 durch das Institut für Schulentwicklung der Universität Dortmund, die in vielen Bereichen ein positives Bild der Schule gezeichnet, uns aber auch viele wichtige Hin-weise und Impulse für die Weiterentwicklung gegeben hat. Wo es möglich und hilfreich er-schien, haben wir Anregungen daraus in unsere programmatische Arbeit aufgenommen.
Ein Schulprogramm ist nie fertig bzw. nie ein abgeschlossenes Produkt. Schulprogrammarbeit ist ein ständiger Prozess, der alle an Schule beteiligte Gruppen in einen Kreislauf von Evaluation, Entwicklung von Zielvorstellungen und Durchführung von Arbeitsvorhaben bindet.

Künftige Jahres- und Arbeitsplanungen werden sich am vorliegenden Schulprogramm orien-tieren. Dessen Zielvorstellungen werden einerseits als verbindliche „Leitplanken" und „Auftraggeber" für die Formulierung solcher Pläne anzusehen sein, andererseits werden diese Ziele vor dem Hintergrund von bildungspolitischen und gesellschaftlichen Veränderungen immer wieder einer Überprüfung standhalten müssen – dies allerdings ohne dass wir als Schule den Fehler begehen, uns laufend dem aktuellen und sich stetig verändernden Zeitgeist anzupassen. Somit muss Schule selbstbewusst genug sein, um nicht populistischen Verlockungen und Strömungen zu erliegen.

Ich hoffe, dass die Diskussion über unseren Weg die Konsensbildung nachhaltig gefördert hat, und danke allen, die an der Erstellung und Formulierung des Programms intensiv beteiligt waren und mitgeholfen haben, hier und da Skepsis zu überwinden.

Bremen-Vegesack, im April 2007


Schulprogramm

  • 1. Ausgangslage: Ein- und Ausblicke, Herausforderungen
  • 2. Leitbild, Arbeitsschwerpunkte und Ziele

    • 2.1 Leitbild
    • 2.2 Leitsätze
    • 2.3 Arbeitsschwerpunkte und Ziele (Soll)

      • 2.3.1 Lehren und Lernen
      • 2.3.2 Lebensraum Schule
      • 2.3.3 Schule, Partner, Außenbeziehungen
      • 2.3.4 Professionalität
  • 3. Arbeitsprogramm

    • 3.1 Wo sind wir und was soll getan werden?
    • 3.2 Wo sind wir zum Handeln aufgerufen?
  • 4. Fortbildung
  • 5. Evaluation

1. AUSGANGSLAGE: EIN- UND AUSBLICKE, HERAUSFORDERUNGEN

Das Gymnasium Vegesack ist in der jetzt entwickelten Struktur eine noch vergleichsweise „junge“ Schule. Die Vorläuferschule, das ehemalige Gerhard-Rohlfs-Gymnasium, existierte bis zum Jahre 1975 und wurde, ganz im Sinne der damaligen sozialdemokratischen Bildungspolitik, aufgelöst, um der neuen Stufenschule im Lande Bremen Platz zu machen.

Von 1976 bis 1993 war unsere Schule, das „Schulzentrum des Sekundarbereiches II Vegesack - Gymnasium“, eine reine Oberstufenschule mit den Jahrgangsstufen 11 bis 13, abgekoppelt vom Gerhard-Rohlfs-Schulzentrum des Sekundarbereiches I mit den Abteilungen Haupt-, Realschule und Gymnasium bis Klassenstufe 10.

In den Jahren 1985/86 siedelte dieses SZ II Vegesack (Gymnasium) vom Gebäude an der Kirchheide in das Gebäude an der Kerschensteinerstraße über, das auch jetzt das „Hauptgebäude“ des Gymnasiums Vegesack ist.

Nach einer kurzen Phase der Zusammenlegung mit der gegenüberliegenden Berufsschule für Metall- und Elektrotechnik zu einem Schulzentrum mit zwei Abteilungen und einer Gesamtleitung, wurde 1992 aufgrund der Politik der damaligen „Ampelkoalition“ (aus SPD, FDP, Die Grünen) das SZ II Vegesack (Gymnasium) umgewandelt und das Gymnasium Vegesack als durchgängiges Gymnasium gegründet.

Zum Schuljahr 1993/94 wurden erstmals zwei Klassenverbände der Jahrgangsstufe 7 aufgenommen. Ab Schuljahr 1995/96 wurde die Mittelstufe aufgrund der hohen Anmeldezahlen auf Dreizügigkeit erweitert. 1996 war die Schule komplett durchgängig mit den Jahrgangsstufen 7 bis 13.

Nach Abschaffung der Orientierungsstufe in Bremen durch die Große Koalition (SPD, CDU) wurden 2004 erstmals vier Klassenverbände der Jahrgangsstufe 5 aufgenommen. Zum Schuljahr 2004/05 begann das Gymnasium Vegesack die Kooperation mit dem „Förderzentrum für den Bereich Wahrnehmungs- und Entwicklungsförderung“ (Schule Am Wasser). In den Schuljahren 2004/05 und 2005/06 wurden die baulichen Voraussetzungen für die Aufnahme von Klassen der Jahrgangsstufen 5 und 6 sowie die Kooperation mit den geistig behinderten Schülerinnen und Schülern durch die Planung und Erstellung eines behindertengerechten Neubaues sowie die Neugestaltung des Schulhofes geschaffen. Der erste 5er-Jahrgang, der sich z.Zt. in der Stufe 7 befindet, wird erstmals nach 12 Schuljahren (8 Jahre im Gymnasium) die Abiturprüfung ablegen. Im Jahre 2009 wird dieser Jahrgang in die Einführungsphase der Oberstufe (dann künftig Klasse 10) eintreten.

Drei Jahre lang wird die Oberstufe dann vier Oberstufenjahrgänge umfassen, bis im Jahre 2012 zwei Jahrgänge sich gleichzeitig der Abiturprüfung unterziehen werden (Stufe 13 im G9-Zug und zugleich Stufe 12 im G8-Zug). Seit 1993 hat sich die Schülerzahl der Schule verdreifacht und die Anzahl der Lehrkräfte verdoppelt.

Das Gymnasium Vegesack ist das einzige durchgängige Gymnasium im Bremen Nord. Es ist zum einen durch die direkte Nähe zur Vegesacker Innenstadt zentral und verkehrsgünstig gelegen. Zum anderen ist das unmittelbare Umfeld relativ ruhig, was insbesondere der Sackgasse Kerschensteinerstraße zu verdanken ist.

Die Schule besteht aus einem zweigeschossigen Backsteinbau mit einer Aula und einem zweigeschossigen Neubau. Im Neubau befindet sich eine helle, geräumige Mensa, in der die Schüler gut und preiswert an den Tagen mit Nachmittagsunterricht essen können. Beide Gebäude werden durch einen großen Pausenhof verbunden, der dem Platzbedarf und den Ansprüchen unserer „kleinen“ und „großen“ Schülern entspricht.

Zur Zeit besuchen ca. 900 Schüler und Schülerinnen die Schule, davon ein Drittel die Oberstufe (Klasse 11 bis 13) und zwei Drittel die Mittelstufe (Klasse 5 bis 10). Jeder Jahrgang umfasst ca. 100 Schüler.

Die Zusammensetzung des Kollegiums hat sich in den letzten zehn Jahren durch die Erweiterung der Schule, durch Pensionierungen und Neueinstellungen stark verändert. Das Kollegium hat ungefähr 60 Lehrer und Lehrerinnen, die sowohl in der Mittel- als auch der Oberstufe eingesetzt werden, ein Umstand, der ein Maximum an Kontinuität bietet und „Brüche“ beim Übergang bzw. Wechsel in die Oberstufe minimiert.

Seit dem Schuljahr 2004/2005 laufen unsere Mittelstufenklassen vierzügig. Zwei Lern- gruppen haben eine Frequenz von 33 Schülern und zwei weitere eine Frequenz von 20 Schülern. Letztere kooperieren mit dem “Förderzentrum für Wahrnehmungs- und Entwicklungsförderung” (Schule Am Wasser), d.h. in bestimmten, meist handlungsorientierten Fächern stoßen zum Unterricht der Kooperationsklassen die zugeordneten Förderklassen – meist 6 Kinder nebst eigenen Lehrkräften – hinzu und führen punktuell und phasenweise Unterichtsprojekte durch. Die Kooperation wird bis zur 9. bzw. 10. Klasse fortgeführt.


In unserer Oberstufe haben die Schüler die Möglichkeit, entsprechend ihrer Neigung zwischen fünf verschiedenen Profilen zu wählen. Näheres dazu ist dem entsprechenden Abschnitt „Lehren und Lernen“ zu entnehmen. Das Prinzip, in der Oberstufe die Schüler teilweise in festen Lerngruppen zusammenzufassen, ist in Bremen und auch bundesweit seit dem Schuljahr 2005/2006 üblich. Allerdings sammeln wir hier am Gymnasium Vegesack bereits seit 1998 Erfahrungen mit dieser Art des projektartigen Arbeitens und haben entscheidende Entwicklungsarbeit geleistet.

In den zurückliegenden Jahren haben wir bewusst vermieden, der Schule einen spezifischen Schwerpunkt zu geben. Vielmehr fühlen wir uns einem breiten Spektrum von Bildungsangeboten verpflichtet.
Die vier Bereiche „Sprachen“, „Musische Fächer“, „Gesellschaftswissenschaften“ und „Mathematik / Naturwissenschaften“ haben ihren gleichberechtigten Stellenwert; kein Bereich wird auf Kosten der anderen bevorzugt.
Dies spiegelt sich auch im neuen Angebot für den Wahlpflichtbereich für die Klassenstufen 8 und 9 ab Schuljahr 2007/2008 wider. Alle vier Bereiche sind dort vertreten: Spanisch als dritte Fremdsprache; Kunst, Musik, Darstellendes Spiel; Gesellschaftslehre als integriertes Fach aus Geographie, Geschichte, Politik und Wirtschaftslehre; Mathematik, Physik, Biologie und Chemie.
Gleichwohl haben sich in den vergangenen Jahren besondere Schwerpunkte herausgebildet.
Das Gymnasium Vegesack ist der Oberstufenstandort in der und für die Region Bremen -Nord für das Leistungsfach Französisch, für das Grundfach Latein und für das Leistungsfach Musik.
Das Kursangebot für das Fach Darstellendes Spiel ist reichhaltig, und um die musischen Fächer zu stärken werden Kunst und Musik in den Klassenstufen 5 – 10 (trotz knapper Ressourcen) in Halbgruppen unterrichtet.
Auch in den Naturwissenschaften wird der Unterricht in einigen Jahrgangsstufen in Halbgruppen erteilt, um experimentelles und fächerübergreifendes Arbeiten zu ermöglichen.
Das Fach Philosophie wird bei uns in vielen Jahrgangsstufen unterrichtet.

Bei der Arbeit in der Mittel- und auch in der Oberstufe verfolgen wir ein gymnasiales Leitbild. Es gelingt uns, auf diesem Weg einen großen Teil der Schüler mitzunehmen. Die Quote der Wiederholer lag in der Vergangenheit in der Mittelstufe bei nur 2 - 3%. Das Schulklima wird von den Schülern, Eltern und Lehrern allgemein als „freundlich“ und „angstfrei“ bezeichnet.

Unsere Schule stand immer wieder und steht auch weiterhin vor großen Herausforderungen. Eine knappe Übersicht macht dies deutlich:



1. Das haben wir bereits bewältigt:

  • Aufbau der Mittelstufe (zunächst Klassenstufen 7 bis 10, dann 5 und 6);
  • Entwicklung der schulinternen Curricula (mehrfache Revision, bedingt durch schulpolitische Veränderungen und Vorgaben);
  • Entwicklung und Gestaltung der Profiloberstufe (als Pilotprojekt für die Umwandlung der Oberstufe im Lande Bremen);
  • Einrichtung von Kooperationsklassen;
  • Gestaltung eines Kooperationsvertrages mit dem Koop-Partner (Förderzentrum);
  • Aufbau einer Kooperation mit der Hochschule Bremen (Oberstufenprofil „Luft- und Raumfahrt“, Junior-Ingenieur-Akademie);
  • Entwicklung von Förderkonzepten;
  • Planung und Gestaltung des Kooperations-Neubaues und des Schulhofes;
  • Einrichtung eines Mensabetriebes als Voraussetzung für die Umwandlung in eine Ganztagsschule.

    2. Daran haben wir noch zu arbeiten:
  • Verkürzung des gymnasialen Bildungsganges von 9 auf 8 Jahre (Abitur nach Stufe 12);
  • Ausweitung und Gestaltung des Ganztagsbetriebes;
  • Zentralabitur;
  • Gestaltung des Wahlpflichtbereiches in Klassenstufen 8 und 9;
  • Gestaltung der künftigen Klassenstufe 10 als Einführungsphase der Oberstufe (Stundentafel, Klassenverbände, Wahlpflichtbereich, Hinführung zur Profiloberstufe);
  • Einführung eines 5. Prüfungselementes (Projektprüfung mit drei Elementen) in der Abiturprüfung;
  • Unterbringung und Versorgung von vier Oberstufenjahrgängen für einen Zeitraum von drei Jahren;
  • „Doppelabitur“ (gleichzeitige Durchführung der Abiturprüfungen für zwei Jahrgänge im Jahre 2012);
  • Neugestaltung des Betriebspraktikums;
  • Umbau der Räumlichkeiten im benachbarten Schulgebäude; (Kerschensteinerstr. 4) für die Unterbringung von Koop-Klassen
  • verstärkte Heterogenität in den Lerngruppen;
  • Verbesserung der Schnittstelle Grundschule – Gymnasium;
  • pädagogische Herausforderungen;
    • veränderte Eltern – Kind – Beziehungen
    • Wirkung des Medienkonsums
    • Umgang mit Aggression und Gewalt
    • Defizite (Sozialisation, Gesundheit, Ernährung, Bewegung, Konzentration, Stabilität, Wertebewusstsein)


    2. LEITBILD, ARBEITSSCHWERPUNKTE UND ZIELE (SOLL)

    2.1 Leitbild

    Das Leitbild des Gymnasiums Vegesack bietet eine Orientierung für Lehrer, Eltern und Schüler. Es versteht sich als Grundlage für alle pädagogischen Einzelentscheidungen.

    Oberstes Ziel von Erziehung ist Mündigkeit, also die Fähigkeit des Menschen, sich des eigenen Verstandes frei ohne die Leitung eines anderen zu bedienen. Unser Bildungsgang versteht sich als Hinführung zu diesem Ziel und leistet seinen Beitrag auf drei Ebenen:
  • Wissenserwerb: Die Vermittlung von fachlichem und fachübergreifendem Wissen auf anspruchsvollem Niveau mit dem formalen Abschluss des Abiturs („Studierfähigkeit“).
  • Kompetenzentwicklung: Der Erwerb von methodischen Fähigkeiten, die dem Schüler ein zunehmend selbständigeres und eigenverantwortliches Lernen ermöglichen.
  • Wertorientierung: Die Vermittlung von Werten und Einstellungen im Sinne der Persönlichkeitsentwicklung und zugleich als Voraussetzung für eine demokratische Teilhabe an unserem Gemeinwesen.

    Wir verstehen unsere Schule im Sinne einer vertieften ganzheitlichen Bildung, die Körper, Sinne und Geist umfasst, auch als einen Raum für soziale, ästhetische und motorische Erfahrungen. Projekte innerhalb und außerhalb des Unterrichts, Vorhaben im Lernbereich der Musik, der Kunst, des Sports und des Theaters, aber auch Exkursionen und Studienfahrten dienen dieser Zielsetzung.

    Unabdingbar scheint uns die Fähigkeit zum Dialog, das heißt die Bereitschaft, eigene Erfahrungen, Kenntnisse und Einstellungen im Austausch mit anderen innerhalb und außerhalb der Schulgemeinde zu prüfen und gegebenenfalls zu korrigieren.

    Ein so verstandener Bildungsbegriff zielt letztlich auf den Prozess der Selbstfindung des Individuums im gesellschaftlichen Zusammenhang und geht über den Erwerb ökonomisch verwertbarer Schlüsselqualifikationen hinaus.

    Und: Schulprogramm und Leitbild sind nichts Fertiges, sondern Etappen eines Prozesses, der fortlaufender Überprüfung bedarf und auch Eltern und Schüler zur Weiterentwicklung einlädt.




    2.2 Leitsätze

    Lehren und Lernen – das „Kerngeschäft“

    Das Gymnasium Vegesack bemüht sich um einen fachwissenschaftlich anspruchsvollen und methodisch durchdachten Unterricht, der den Schüler als Lernenden ernst nimmt.

    Lebensraum Schule, Klasse und Kurs

    Das Wohlbefinden in der Schule ist uns wichtig: Klare Regeln, gegenseitiger Respekt und Rücksicht charakterisieren den Umgang miteinander. Eine besondere Chance und zugleich Herausforderung bietet dafür die Kooperation mit dem „Förderzentrum für den Bereich Wahrnehmungs- und Entwicklungsförderung“ (Schule Am Wasser).

    Die ästhetisch angenehme und zugleich funktionale Gestaltung unseres Arbeitsplatzes bleibt eine wichtige Aufgabe für die Zukunft.

    Schulklima und Außenbeziehungen

    Unser Ziel ist ein von Offenheit und Partizipation geprägtes Arbeitsklima aller in der Schulgemeinde tätigen Mitarbeiter: Lehrer, Schüler, Eltern und nicht unterrichtendes Personal. Einen entsprechenden Umgang miteinander wünschen wir uns mit vorgesetzten Behörden und anderen außerschulischen Partnern.

    Professionalität

    Schulmanagement
    Transparenz der Entscheidungen, Effizienz des pädagogischen Handelns und gegenseitige Wertschätzung im Umgang miteinander kennzeichnen die Organisation unserer schulischen Arbeit.

    Personalentwicklung
    Bereitschaft zur Innovation im Rahmen pädagogischer Gestaltung sowie systematische Personalentwicklung (Fortbildung, Teamarbeit) sind Leitbilder unserer Arbeit.




    2. 3 ARBEITSSCHWERPUNKTE UND ZIELE

    2.3.1 Lehren und Lernen

    Das Gymnasium entwickelt sich im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben zu einer autonomen Schule. Damit bietet sich für uns die Chance, in der Region Bremen-Nord ein eigenständiges Profil zu entwickeln. Unsere themenorientierte Profiloberstufe, aber auch die seit 2004/05 bestehenden Kooperation mit dem Förderzentrum sind wichtige Meilensteine auf diesem Weg.
    Wir streben eine Verzahnung mit außerschulischen Bildungsträgern an. Die Einrichtung des Profils "Luft- und Raumfahrt" in enger Kooperation mit der Hochschule für Luft- und Raumfahrt" ist ein weiterer Schritt auf diesem Wege.

    In den vergangenen Jahren haben sich die Bedingungen in der Arbeitswelt und die Anforderungen der Gesellschaft an die Schule erheblich verändert. Darauf haben wir reagiert und zum Schuljahr 1998/99 eine inhaltlich konzipierte Profiloberstufe entwickelt. Die Fächerpakete (1 Leistungskurs, 2 Grundkurse), die die Schülerinnen und Schüler zu Beginn der Oberstufe wählen, ermöglichen fächerübergreifenden Unterricht und daraus erwachsende Projektarbeit. Hierfür sowie für Projektpräsentationen haben wir mit dem Profilarbeitstag die organisatorischen Voraussetzungen geschaffen. Fächerübergreifende Projekte finden in mehreren Halbjahren der Oberstufe statt.
    Unsere Profilfächer decken ein weites Feld wissenschaftlicher Fragestellungen ab, die für unsere Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Bedeutung haben. Sie ermöglichen den Schülern, Probleme aus unterschiedlichen Blickwinkeln („Perspektivenwechsel“) fächerübergreifend zu untersuchen.
    Darüber hinaus sollen die Schülerinnen und Schüler in der Profiloberstufe sogenannte Schlüsselqualifikationen ( Teamfähigkeit, Eigenverantwortlichkeit...) erwerben.

    Unser Modell der themenorientierten Profiloberstufe werden wir weiter entwickeln und die Zusammenstellung der Profilfächer den sich möglicherweise ändernden Gegebenheiten anpassen. Die grundsätzliche Bindung an den im Leitbild beschriebenen Bildungsbegriff bleibt dabei Richtschnur aller curricularen Entscheidungen.

    Unter Beachtung der verbindlichen Fachrahmenpläne wurden für nahezu alle Fächer schulinterne Lehrpläne entwickelt. Wo Fachrahmenpläne fehlen, arbeiten die Kolleginnen und Kollegen mit vorläufigen Lehrplänen, die sich an die Vorgaben benachbarter Bundesländer anlehnen.
    In den Klassen 5 u. 6 wird, obwohl in der Stundentafel nicht mehr ausgewiesen, das Fach Informationstechnische Grundbildung (ITG) weiterhin unterrichtet. Die Umstellung auf den verkürzten Bildungsgang (Gy8) macht eine Umarbeitung der Lehrpläne nötig.

    Die Klassenleitung in der Mittelstufe wird in Zweierteams (möglichst ein Kollege und eine Kollegin) wahrgenommen, auch wenn dieses Tandemmodell sehr personalintensiv ist. In den Jahrgängen fünf bis sieben bleibt die Klassenführung in einer Hand, so wird ein auf Dauer angelegtes Lehrer-Schüler-Verhältnis möglich.
    Die zukünftige Gestaltung der Klassenführung wird zum Teil von der Behörde bestimmt, die die Konzeption des zehnten Schuljahres vorgeben wird.
    Mit Blick auf die wachsende Heterogenität unserer Lerngruppen streben wir die Einrichtung einer Klassenlehrerstunde an.

    Der Übergang von der Grundschule zum Gymnasium bedeutet für unsere Schüler einen tiefen Einschnitt, den wir behutsam begleiten müssen. Die Zusammenarbeit zwischen Lehrern beider Schulformen ist eine Möglichkeit, gegenseitiges Verständnis für die unterschiedlichen Aufgaben zu wecken und die jeweiligen Lernangebote vorsichtig einander anzunähern.
    Zu prüfen ist, ob die guten Erfahrungen mit der schulübergreifenden Zusammenarbeit im Fach Englisch auf weitere Fächer ausgedehnt werden sollte und ggf gegenseitige Hospitationen institutionalisiert werden können.


    Erfolgreicher Unterricht ist eng verknüpft mit dem Angebot unterschiedlicher Lernwege. Lehrer wie Schüler sollten auf ein solides Repertoire von Arbeitsmethoden zurückgreifen können, um das Lehren und Lernen abwechslungsreich zu gestalten und den unterschiedlichen Lerntypen unter den Schülern gerecht zu werden.
    Wir vermitteln bereits im fünften Jahrgang Arbeitsmethoden und ergänzen dieses Angebot, darauf aufbauend, in den folgenden Jahrgängen, um so ein eigenverantwortliches, auch selbständiges Arbeiten schon in der Mittelstufe zu ermöglichen. In der Profiloberstufe ist die systematische Vermittlung von Arbeitsmethoden entsprechend den Vorgaben der Schulbehörde in das Curriculum eines der Profilfächer integriert.
    Die nachhaltige Vermittlung von Arbeitsmethoden, die jeweils am Ende der Klassen sechs und acht einer internen Evaluation unterworfen wird, soll die Erarbeitung von Inhalten und die damit verknüpften fachtypischen Methoden im eigentlichen Sinne nicht verdrängen. Die sensible Ausgestaltung dieser Balance wird unsere Aufgabe bleiben.

    Seit 2002 gibt es am Gymnasium Vegesack einen „IT-Plan“ (Informationstechnologien), der die Ausrüstung der Schule mit neuen Medien und den vernünftigen Umgang mit ihnen steuert. Dazu gehört ein Fort- und Weiterbildungskonzept für das Kollegium eben so wie die Einwerbung von Fremdmitteln.
    Angesichts knapper Ressourcen einerseits und des raschen Veraltens des vorhandenen Geräteparks andererseits wird kluges Haushalten mehr noch als bisher gefordert sein.

    Unsere Leitziele fordern die Heranbildung unserer Schüler zum mündigen Bürger. Trotz der Einschränkung der Stundentafel im Fach Politik halten wir an diesem fächerübergreifenden Auftrag fest. So veranstalten wir beispielsweise zu gegebenen Anlässen und Themen klassen- und kursübergreifende schulöffentliche Podiumsdiskussionen sowie Zeitzeugen-Befragungen.
    Es wird geprüft, ob in den schulinternen Curricula zu den Fächern Geschichte und Geographie ein verpflichtender Politikanteil festgeschrieben werden kann. Fächerübergreifende Projekte zu politischen Themen sollen ausgearbeitet und angeboten werden.
    Darüber hinaus streben wir, abhängig von den der Schule zur Verfügung stehenden Ressourcen, ein außerunterrichtlichtes Angebot an - zum Beispiel in Arbeitsgemeinschaften und Projektgruppen.


    Die Schülerinnen und Schüler werden in der Mittelstufe langsam an die Arbeitswelt herangeführt. So gibt es für die 8. Klasse eine „Praktikumsbörse“, und in der 9. Klasse bereiten die Fächer Arbeitslehre und Gemeinschaftskunde, die hier gemeinsam ein vierstündiges Fach bilden, auf das Betriebspraktikum vor. Auch Oberstufenschülern bieten wir die Gelegenheit – unter Verwendung von Ferienzeiten –, ein Praktikum durchzuführen. Zu Beginn des Jahrgangs 12 gibt es einen Berufseignungstest und einen Berufsinformationstag. Am Ende des Jahrgangs gibt es Informationsangebote zum Studium. Darüber hinaus finden an unserer Schule regelmäßig Beratungen durch einen Vertreter der Agentur für Arbeit statt. Das wachsende Interesse an einer betrieblichen Ausbildung nach dem Abitur lädt zu Überlegungen ein, die Bezüge zur Arbeitswelt zu intensivieren.

    Unsere Schüler sollen auch darauf vorbereitet werden, sich mit anderen Schülern zu messen. Die Teilnahme an nationalen und internationalen Wettbewerben fördert die Schule im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Zahlreiche Fächer sind einbezogen. Unsere bisherigen Erfahrungen zeigen, wie wertvoll solche Leistungsvergleiche sowohl für das Selbstbewusstsein des einzelnen Schülers als auch für das Selbstbild der Schule sind.
    Im Fach Englisch ermuntern wir unsere Schüler zur Teilnahme an nationalen und internationalen Sprachwettbewerben. In Mathematik gehen unsere Schüler am „Kängurutag“ gleichzeitig mit Schülern in ganz Europa an den Start, um die richtige Lösung für unterschiedliche mathematische Problemstellungen in möglichst kurzer Zeit herauszufinden.
    In den Fächern Englisch und Französisch bereiten wir unsere Schüler auf die an internationale Standards angelehnten Sprachzertifikate vor. Bisher sind in diese überschulischen Wettbewerbe und Zertifikate vorwiegend die Sprachen und die Mathematik eingebunden. Zu überlegen ist, ob sich weitere Fächer in dem geschilderten Sinne öffnen sollten.
    Lernen ist nicht immer und sofort mit Lernerfolg verbunden. Wir sehen unsere Aufgabe darin, Schülern mit Lernschwierigkeiten ein angemessenes Förderangebot zu machen. Unser Modell "Schüler helfen Schüler" hat inzwischen auch überregionales Interesse gefunden. Dazu tritt das klassische Modell der zusätzlichen Förderung durch den Fachlehrer.
    Die Förderangebote werden immer wieder auf ihren Sinn und ihre Verträglichkeit mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen geprüft werden müssen. Mit Blick auf die Heterogenität der Lerngruppen besonders in den jüngeren Jahrgängen werden wir gefordert sein, fachliche, z.B. psychologische Begleitung für diejenigen Schüler bereitzustellen oder zu vermitteln, denen auch mit zusätzlicher Förderung kein ausreichender Lernerfolg gelingt.

    Wir halten eine Kultur des Feedback für einen wichtigen Bestandteil von Lehren und Lernen; deshalb ist mit dem Schuljahr 2006/07 die Selbstevaluation des Unterrichts verbindlicher Teil unserer Arbeit. So wird die Einschätzung der Schüler zu Unterrichtsinhalten, Methoden, Lehrer- und Schülerverhalten in altersgemäßer Form abgefragt. Wir erproben mit Beginn des Schuljahres 2006/07 vom Kollegium erarbeitete Evaluationsinstrumentarien und -techniken. Die so gemachten Erfahrungen werden wir jeweils am Ende des Schuljahres evaluieren, um das Konzept auf dieser Grundlage weiter zu entwickeln.




    2.3.2 Lebensraum Schule

    „Lebensraums Schule" – das heißt für unsere Schüler zugleich, auch die Zeit außerhalb des Unterrichts sinnvoll zu verbringen.

    Der Pausenhof dient der Begegnung und Erholung und soll insbesondere unseren jüngeren Schülern Gelegenheit zu Spiel und Bewegung bieten.
    Die Fünf- und Sechsklässler können in den Pausen – überwiegend in Eigenregie – Spielgeräte ausleihen, die unter anderem mit finanzieller Hilfe des Schulvereins angeschafft wurden.
    Die Ausstattung des neugestalteten Schulhofs für die Bedürfnisse der Klassen 5 - 7 mit geeigneten Spielräumen und -geräten wird schrittweise realisiert. Dabei folgen wir dem Konzept der Arbeitsgruppe "Haus und Hof" in Abstimmung mit den Vorgaben der Schulbehörde sowie den Wünschen der Schüler und Eltern.

    Unsere Schule verfügt über einen Aufenthaltsraum, in dem sich die Schüler der Oberstufe in ihren Freistunden aufhalten können. Er wurde von ihnen selbst gestaltet und wird intensiv besucht.
    Mit der Ausweitung des Nachmittagsunterrichts werden wir das Angebot an Arbeits-, Aufenthalts- und Pausenräumen ausweiten müssen. Zugleich wird dem Wunsch nach Rechnerarbeitsplätzen für Schüler und Lehrer entsprochen werden müssen.


    An unserer Schule gibt es seit geraumer Zeit eine Cafeteria, die – von einem Kollegen organisiert – ehrenamtlich von Eltern, überwiegend Müttern, an drei Tagen in der Woche betrieben wird. Sie bietet Schülern und Lehrern die Möglichkeit, günstig eine gesunde Zwischenmahlzeit einzunehmen.

    Die Mensa des Gymnasiums Vegesack besteht seit September 2006. Sie wurde eingerichtet, weil aufgrund der Verkürzung des gymnasialen Bildungsgangs auf zwölf Jahre der Nachmittagsunterricht ab der siebten Klasse nötig wurde. Zur Zeit findet der Mensabetrieb an zwei Tagen pro Woche statt. Es wird jedes Jahr mindestens ein Tag hinzukommen, so dass spätestens 2009 täglicher Mensabetrieb stattfinden wird.
    Die Mensa wird ehrenamtlich von Müttern der Schüler des Gymnasiums Vegesack betrieben. Organisiert und geleitet wird sie von zwei Müttern und einem Lehrer, die derzeit von weiteren 21 Müttern unterstützt werden. Das Essen wird überwiegend tiefgefroren geliefert und dann in der Küche der Mensa aufbereitet. Der Mensabetrieb wird inzwischen von Schülern und Lehrern sehr gut angenommen.
    Aus diesem Grund ist sehr zu hoffen, dass die Mensa finanzielle Unterstützung erhält, um den Betrieb auf Dauer aufrecht erhalten zu können..


    Klassenfahrten, Kursfahrten und Studienfahrten gehören zum pädagogischen Programm unserer Schule. In der Unter- und Mittelstufe steht der erzieherische Ertrag für den Klassenverband im Vordergrund, in der Oberstufe der inhaltliche Ertrag als "Unterricht am anderen Ort"; dies gilt besonders für unsere Profilfahrten.

    Exkursionen gehören als integrative Bestandteile zum Regelunterricht. Kontakte nach außen, Begegnungen mit Menschen, Lebensformen und Sachverhalten haben für uns einen hohen Wert im Rahmen unserer schulischen Arbeit.

    Das Schulleben ist gekennzeichnet durch zahlreiche und vielfältige sportliche Veranstaltungen für alle Altersgruppen.
    Für jeweils zwei Klassenstufen (z.B. 5. und 6. Jahrgang) wird alljährlich ein altersgemäßes Turnier durchgeführt. In der Oberstufe findet jedes Jahr ein Volleyballturnier statt. Eine Skifahrt hat dort ihren festen Platz.
    Die Schule unterstützt die Teilnahme an Wettbewerben, wie z.B. „Jugend trainiert für Olympia". Hier nehmen vor allem Vereinsmannschaften teil, da es uns aufgrund der schulischen Rahmenbedingungen kaum möglich ist, eine Schulmannschaft für solche Wettbewerbe vorzubereiten.
    Wir sind bemüht über Kooperationen mit Vereinen (z.B. Basketball, Rudern usw.) im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften sowohl das Bewegungsangebot zu erhöhen als auch Schulmannschaften aufzubauen.

    Ein wichtiger Bestandteil im Schulleben sind Arbeitsgemeinschaften. Dazu gehören der Chor der Jahrgänge 5 und 6 und die Instrumentalgruppe.
    Unser derzeitiges Angebot von Arbeitsgemeinschaften entspricht nicht der Nachfrage durch die Schüler, es ist auch im Vergleich mit anderen Schulen schmal. Es sollte aufgestockt in dem Maße werden, wie sich die Ressourcen der Schule verbessern.

    Musik und Theater gehören zum Kern unseres Schullebens. Aus den Fächern Musik und Darstellendes Spiel gehen große und kleine Aufführungen für die Schul- und Stadtteilöffentlichkeit hervor. In den Musicalproduktionen arbeiten Gruppen aus dem Bereich der Musik und des Darstellenden Spiels sehr erfolgreich zusammen. Wir möchten die Chor- und Instrumentalarbeit in den Arbeitsgemeinschaften der Mittel- und Oberstufe ausbauen. In ähnlicher Weise wünschen wir uns im Bereich des Theaters Arbeitsgemeinschaften für die Mittelstufe.

    Unser Schülerkabarett Antitoxin erarbeitet jedes Jahr regelmäßig ein Programm, das im Herbst an unserer und anderen Schulen aufgeführt wird. Die Mitarbeit steht auch Oberstufenschülern anderer Nordbremer Schulen offen.

    Ein Höhepunkt im Verlauf des Schuljahres ist der von den Musikklassen und –kursen gestaltete „Jahresausklang“, der alle Schüler des Gymnasiums und der Kooperationsklassen zusammenführt, aber mehr und mehr auch unsere „Ehemaligen“ anzieht. Im Februar findet das von den Oberstufenschülern organisierte Schulfest für die Jahrgänge 7 – 13 statt. Der im Frühling ausgerichtete Kammermusikabend ermöglicht unter anderem unseren Abiturienten, ihre Stücke für die praktische Prüfung im Fach Musik übungshalber der Öffentlichkeit vorzustellen. Diese Veranstaltung hat inzwischen nicht nur Bedeutung für unsere Schule allein, sondern auch darüber hinaus für den Stadtteil Vegesack insgesamt.
    Für die Fünft- und Sechstklässler wird – überwiegend von Eltern gestaltet – das Spiel- und Sommerfest angeboten.
    Unsere Musical- und Theaterproduktionen finden meistens vor den Sommerferien statt und locken ein über die Schulgemeinde hinaus reichendes Publikum an.


    In einzelnen Projekten zeigen unsere Schüler ihr Engagement für soziale Aufgaben in unserer Welt.
    Die Nikolausaktion hat, zum Beispiel, in den letzten Jahren erhebliche Spendengelder für unterschiedliche Hilfsprojekte mobilisieren können. War es zunächst eine Schule in Ghana, die unterstützt wurde, so folgte dann eine Mädchenschule in Afghanistan. Langfristig möchten wir einer Schule in Burkina-Faso mit unseren Möglichkeiten bei ihrer wichtigen Arbeit helfen.
    Es ist vorstellbar, dass aus dieser Unterstützung eine Schulpatenschaft wird. Auch ein Aktionstag ist denkbar, der über die Schulöffentlichkeit hinaus Bedeutung haben kann.

    Unter der Überschrift "Interkulturelles Lernen" greifen wir im Unterricht entsprechende Themen auf: Exkursionen und einige Programme des Schüleraustauschs ordnen sich ebenfalls dieser Aufgabenstellung unter.
    Interkulturelles Lernen soll fester Bestandteil des Unterrichts werden.

    Veränderungen in der Gesellschaft spiegeln sich zunehmend auch bei uns in heterogenen Lerngruppen wider, die eine besondere Herausforderung für unsere pädagogische Arbeit darstellen.
    Die enge Zusammenarbeit mit Unterstützungsinstitutionen – zum Beispiel des Schulspychologischen Dienstes – ist erwünscht. Kooperationsformen sind zu erproben..

    Die Schülervertretung ist zuständig für die Belange der Schülerschaft. Sie organisiert die Ausgabe der Schülerausweise und das Schulfest. Außerdem hat sie die Möglichkeit, die Schulpolitik mitzugestalten. Zusätzlich dient sie als Verbindung zwischen der Schülerschaft unserer Schule und der Gesamtschülervertretung. Die letzte SV hat insbesondere an der Gestaltung der neuen Profile mitgewirkt. So haben auf Anregung der SV die Schüler im neuen Profil Luft- und Raumfahrt die Möglichkeit, einen dritten Leistungskurs zu wählen. Das Mitspracherecht der Schüler war bisher auf die Schulkonferenz begrenzt.
    Seit dem letzten Jahr ist es auch möglich, sich als Schüler auch an den Ausschüssen, die vorher nur aus Lehrern bestanden, zu beteiligen und dort direkt Vorschläge einzubringen.


    Die Elternvertreter des Gymnasiums Vegesack setzen sich für die Interessen der Elternschaft gegenüber der vorgesetzten Behörde und für die Interessen ihrer Kinder innerhalb der Schule ein. Eine wichtige Aufgabe ist die Moderation zwischen Eltern und Lehrern, wenn Konflikte gelöst werden müssen. Das Gymnasium Vegesack zeichnet sich durch eine gute Kommunikation zwischen allen Gremien aus, wodurch die Arbeit der Elternvertreter erheblich erleichtert wird. Sie begrüßen die Bereitschaft der Schule, Anregungen und Kritik der Eltern aufzunehmen.
    Die klare Vision der Elternvertreter ist es, die Lehr- und Lernsituation trotz voller Klassen und leerer Kassen zu verbessern, wobei wir insbesondere auf die hohe Qualität der Unterrichtsmaterialien achten werden, insbesondere auf aktuelle und gut geeignete Schulbücher. Hierzu werden auf schul- und kommunalpolitischer Ebene in der Zukunft viele Anstrengungen notwendig sein, um trotz der finanziellen Notlage den dringend notwendigen Bedarf der Schule sicherzustellen.

    Eltern, Schüler, Lehrpersonal sowie Ehemalige wirken im Schulverein Gymnasium Vegesack e.V. zusammen, um Mittel für die Schule bereit zu stellen, die im allgemeinen Schulhaushalt nicht vorhanden sind. Dadurch können dann schulische Aktivitäten wie Theatergruppen, Diskussionsveranstaltungen oder der alljährliche Grillabend durchgeführt werden. So bietet der Schulverein immer wieder Möglichkeiten zur Begegnung und zur Darstellung der Schule.
    Der Mitgliedsbeitrag beträgt 12 € pro Jahr. Der Verein ist als allgemeinnützig anerkannt, so dass Spenden steuerlich berücksichtigt werden können.


    Der Verein Vegesacker Gymnasiasten (VVG) macht sich die „Förderung von Schule und Schülern durch geeignete Unterstützung“ zur Aufgabe und ist wichtiger Teil unseres Schullebens.
    Im Rahmen seiner Möglichkeiten sorgt der VVG für materielle und finanzielle Unterstützung bei den Anschaffungen einzelner Fachbereiche wie z.B. Musikistrumente, Laborausstattung; er hilft zudem bei baulichen Maßnahmen, die unsere kooperativ genutzten Räume oder die Schulhofgestaltung betreffen. Gleichzeitig bieten Mitglieder ihren Rat bei der Berufs- und Studienwahl an. Schließlich pflegt der Verein den Kontakt mit ehemaligen Mitschülern und lässt so die Verbindung mit der „alten“ Schule nicht abreißen. Durch die Herausgabe der jährlich erscheinenden Vereinsschrift„Perspektiven“ und wiederkehrende Veranstaltungen und Treffen trägt der VVG dazu bei, den Kontakt mit Mitschülern und Schule über die Schulzeit hinaus zu wahren.
    Der Verein wird seine Präsenz im Schulleben angesichts seiner Bedeutung erhöhen. Die neuen Kommunikationsmöglichkeiten wird er dabei nutzen. Erforderlich ist die intensivere Zusammenarbeit mit den Kollegen und den Oberstufenschülern, um die Tradition der „Ehemaligen“ neu zu beleben.

    Unsere Schule fördert die Erstellung einer regelmäßigen Schülerzeitung. Sie gibt interessierten Schülern die Gelegenheit, erste journalistische Erfahrungen zu sammeln und bietet der Schulgemeinde zugleich ein Kommunikationsmedium an, in dem die Sicht der Schüler deutlich wird.
    Ein neues Printmedium für Schüler der Unterstufe werden wir bei ausreichendem Interesse entwickeln und fördern.




    2.3.3. Schule, Partner, Außenbeziehungen

    Mit Beginn dieses Schuljahres kann an unserer Schule das Profil Luft- und Raumfahrt gewählt werden. Seine Inhalte gestalten wir in enger Zusammenarbeit mit der Hochschule Bremen, insbesondere mit dem Institut für Aerospace-Technologie (IAT). Das IAT stellt Räume, Computerlabors und Experimentiergeräte zur Verfügung und hat auch die Unterstützung durch ihre Mitarbeiter zugesagt. Der Unterricht erfolgt planmäßig an einem Wochentag in der Hochschule. Eine Zusammenarbeit mit dem Segelflugverein in Lemwerder haben wir mit Beginn des Schuljahres 2006/2007 begonnen.
    Mit dem berufsbildenden Gymnasium in Görlitz haben wir einen Informationsaustausch vereinbart. Im Mai 2006 hat es ein erstes Treffen mit einer Kollegengruppe dort stattgefunden.
    Die Möglichkeit der Unterstützung von Firmen aus dem Bereich der Luft- und Raumfahrt (zum Beispiel die Flugschule der Lufthansa) wird von uns erwogen. Die Entscheidungsfindung ist noch nicht abgeschlossen.

    Seit dem Schuljahr 2004/2005 besteht zwischen dem Förderzentrum für die Bereiche Wahrnehmung und Entwicklung Am Wasser und dem Gymnasium Vegesack ein Kooperationsvertrag, der pädagogische, inhaltliche und organisatorische Gestaltung des gemeinsamen Unterrichts umfasst. Die Kooperation soll durch gemeinsames Arbeiten, Lernen und Leben im Raum Schule von behinderten und nichtbehinderten Schülern einen Beitrag zur gesellschaftlichen Integration leisten. Die Frequenz der Kooperationsklassen wurde für den gymnasialen Bereich auf 20 Schüler und für den Bereich des Förderzentrums auf sechs Schüler festgelegt. Sie gilt für die Klassenstufen fünf bis einschließlich neun. Grundsätzlich ist kein Fach von der Kooperation ausgeschlossen.
    Die Zusammenarbeit der beiden Schulen soll durch einen Kooperationsausschuss mit Teilnehmern aus beiden Schulen regelmäßig evaluiert werden.


    Große Bedeutung im Schulleben haben unsere Programme des internationalen Schüleraustauschs.
    Seit einigen Jahren fährt eine Gruppe unserer Oberstufenschüler des Fachbereichs Englisch im Frühjahr für drei Wochen in die USA. Sie verbringen zwei Wochen in Anchorage/Alaska und einige Tage in einer amerikanischen Großstadt, zum Beispiel New York oder San Francisco. Besuch und Gegenbesuch finden im zweijährigen Rhythmus statt.
    Der Fachbereich Französisch hat seit über zwanzig Jahren eine Partnerschule in Orleans, mit der ein jährlicher Schüleraustausch im Bereich der Sekundarstufe I stattfindet. Darüber hinaus hat das Gymnasium Vegesack im Schuljahr 2005/2006 erstmals eine große Schülergruppe aus Cayenne/Franz. Guyana empfangen und bemüht sich um eine Erweiterung des Austauschprogramms, z.B. in Form einer Fortsetzung oder eines möglichen Gegenbesuchs.
    Inzwischen haben mehrere Schüler aus der Sekundarstufe I an dem Voltaire-Programm teilgenommen, das vom Deutsch-Französischen Jugendwerk unterstützt wird. Mit einem französischen Partner bilden sie für die Dauer eines Jahres ein Tandem, das zusammen jeweils ein halbes Jahr die Schule im Nachbarland besucht. Wir werden versuchen, die Austauschprogramme, auch den USA-Austausch, der durch Kostenlimitierung der bremischen Behörde akut gefährdet ist, zu erhalten. Das Voltaire-Programm sollte angesichts seiner Bedeutung und seines Erfolgs weiter ausgebaut werden.

    In ähnlicher Weise finden die Theater- und Musicalproduktionen großes Interesse in der Öffentlichkeit.
    Wir wünschen uns eine engere Zusammenarbeit mit der Stadtteilbibliothek , z.B. als außerschulischer Lernort für die Mittelstufe, und anderen Bildungsinstitutionen. Zu denken wäre etwa an Kontakte der Oberstufe mit der IUB.
    Diese über den Unterricht hinausgehende Arbeit hat hohe Bedeutung für das Ansehen der Schule in der Öffentlichkeit, fordert zugleich aber einen hohen Aufwand an Zeit. Wir wünschen uns, dass hier in Zukunft mehr Ressourcen zur Verfügung gestellt werden.

    Unsere Schule besitzt eine offizielle Internetpräsenz, die von Lehrern und Schülern gemeinsam betrieben wird. Sie ist ein Bindeglied zwischen uns und den Eltern, den Ehemaligen und allen anderen, die sich für unsere Arbeit interessieren.
    Die elektronische Form unserer „Hausseite“ sollten wir sobald wie möglich aktualisieren und uns um eine kontinuierliche Pflege der Daten bemühen. Dabei sollten nicht nur Schüler in den Fächern ITG einbezogen werden.

    Unser alljährlicher Elternsprechtag im November ist die Gelegenheit für Eltern und Lehrer, miteinander in Kontakt zu treten. Die hohe Zahl der vereinbarten Besuchstermine zeigt das rege Interesse der Eltern an einer Information aus erster Hand.
    Zu überlegen ist die zusätzliche Einrichtung eines zweiten Elternsprechtages für die 5. und 6. Jahrgänge.



    2.3.4 Professionalität

    Schulmanagement

    Informationsfluss
    Ziel ist es, für einen umfassenden und transparenten Informationsfluss zu sorgen. Dafür gibt es im Lehrerzimmer: Mitteilungsbuch, Info-Ordner, diverse Ordner für Schriftstücke (Erlasse, Verfügungen, Stellenausschreibungen, Fortbildungsveranstaltungen), Schwarzes Brett (Stundenpläne, Raumplan, Kollegenplan, Vertretungsplan, Termine, Stelltafeln, Postfächer).
    Im Gebäude stehen zur Information der Schülerschaft verschiedene Vitrinen und Stelltafeln zur Verfügung.
  • Eindämmung der Informationsflut (Begrenzung / Auswahl)
  • Bessere Übersichtlichkeit herstellen (Struktur überdenken)
  • Aufbau eines Schulinformationssystems

    Elterninformation
    Zum Zwecke der Information der Eltern gibt es Elternversammlungen, Elternsprechtage, Elternbriefe, das Informationsmedium „GyV-Info“, Elternbeiratssitzungen (Teilnahme der Schulleitung), Gespräche mit Elternvertretern und Schulelternsprechern/innen.

    Teamarbeit im Kollegium
    Die Lehrkräfte sind ggf. in folgende Teams eingebunden:
    Klassenlehrer-Tandem, Klassenteams, Koop-Teams, Fachbereichs-Teams, Profil-Teams, Prüfungs-Teams.
    Für gemeinsame Konferenzen und Besprechungen ist ein festgelegter Tag (Präsenznachmittag) vorgesehen (nach Unterrichtsschluss ab 15.20 Uhr). Andere Kooperationszeiten (Präsenzzeiten) werden nach Notwendigkeit und Bedürfnis flexibel wahrgenommen. Der dafür aufzuwendende Zeitbedarf wird im Kalenderjahr 2006 individuell aufgezeichnet (Buchführung zur Rechenschaftslegung).

    Geschäftsverteilung
    Die verschiedenen Arbeits- und Aufgabenbereiche des Schulmanagements sind detailliert aufgelistet und die personellen Zuordnungen (Zuständig- und Verantwortlichkeiten) ausgewiesen.

    Konferenzstruktur

    Art Vorsitz Ggf. Zweck
    Schulkonferenz Schulleiter  
    Gesamtkonferenz Schulleiter, Vorstand Information, Beratung, Beschlussfassung
    Dienstbesprechung Schulleiter Information, Beratung, evt. Beschlussfassung
    Diskussionsforum Nach Absprache Beratung, Beschlussvorlagen
    Klassenkonferenz Klassenlehrer  
    Zeugniskonferenz (Mi-Stufe) Klassenlehrer
    Förderkonferenz / November Klassenlehrer Vorbereitung der Sprechtage
    Förderkonferenz / Ostern Klassenlehrer Gefährdete Versetzung
    Zeugniskonferenz (Ob-Stufe) Schulleiter, Oberstufenkoord.  
    Förderkonferenz (Ob-Stufe) Schulleiter, Oberstufenkoord.  



    Das Diskussionsforum dient der Erarbeitung bzw. Erörterung von Vorschlägen hinsichtlich einer Beschlussfassung auf einer Gesamtkonferenz. Diese Struktur trägt der Situation Rechnung, dass das Kollegium insgesamt ca. 60 Personen (ca. 75 mit Referendaren und Gastlehrkräften) umfasst und eine ausführliche Beratung dort nicht mehr sinnvoll stattfinden kann.

    Haushaltsführung
    Auch für die Verteilung der Haushaltsmittel bzw. Entscheidung über deren Verwendung gilt das Prinzip, dass hohe Transparenz gewährleistet wird. Abläufe bzw. organisatorische Schritte:
  • Einreichen der spezifischen Fachbedarfe an die Schulleitung (Fachsprecher/in)
  • Auswertung, Finanzplanung, Erarbeitung e. Verteilungsvorschlages (Schulleitung)
  • Finanzkonferenz (Verteilung der zugewiesenen Mittel)
  • Rechenschaftsbericht (SL), Haushaltsprüfung (unabh. Lehrkräfte)
  • Bericht auf Schulkonferenz
  • Rechnungsbearbeitung (Anweisung, Freigabe)
  • Haushaltsüberwachung, Controlling

    Sponsoring
    Das Einwerben von Zusatzmitteln wird bei angespannter öffentlicher Haushaltslage immer dringender und bedeutsamer.
    Bisher wurden Mittel aus dem Schulverein, dem Verein Vegesacker Gymnasiasten, dem Ortsbeirat Vegesack, der Gewoba-Stiftung, der Deutschen Telekom Stiftung und der Lucens Stiftung eingeworben.
    Dies muss in Zukunft sicherlich noch verstärkt werden.
    Grenzen liegen darin, dass Sponsoring häufig an kommerzielle Werbung in der Schule gebunden ist. Damit ist die Schulleitung in der Vergangenheit eher behutsam und restriktiv umgegangen.

    Fachbereiche
    Die Fachbereiche (Fachkonferenzen) sind Ausschüsse der Gesamtkonferenz und arbeiten in deren Auftrag. Sie sind u.a. zuständig für die inhaltliche Arbeit im Fachbereich und die Entwicklung der schulinternen Curricula. Außerdem werden Beschlüsse zur Auswahl von Lernbüchern sowie zu Bewertungsmaßstäben und Gewichtungen gefasst. Die Beschlüsse sind für alle Mitglieder der Fachkonferenz bindend. Der Fachkonferenz obliegen auch die Auswertung von Vergleichsarbeiten bzw. die Überprüfung der Standards hinsichtlich der schriftlichen und mündlichen Abiturprüfungen. Die Fachsprecher/innen werden aus der Fachkonferenz gewählt (in der Regel für 2 Jahre) und initiieren und koordinieren die Arbeit im Fachbereich.

    Unterrichtsplanung/Kursplanung
    Die Schulleitung betreibt lang- und mittelfristig auf der Grundlage der gültigen Stundentafeln und Belegungsverpflichtungen die Unterrichts- und Kursplanung, damit es für die Schüler/innen ein verlässliches Unterrichtsangebot gibt.
    Die Unterrichts- und Kursplanung wiederum ist Grundlage für die Planung des Unterrichtsbedarfes sowie des Personalbedarfes (Personalplanung).

    Personalplanung
    Eine frühzeitige, gründliche und weitsichtige Personalplanung ist Voraussetzung für die Kontinuität des Unterrichtsangebots und die Erfüllung der Unterrichtsverpflichtungen. Für die Personalplanung sind vier Stichtage im Schuljahr von Bedeutung:

    01.08 (Schuljahresbeginn);
    01.11 (Einstellungstermin für Referendare);
    01.12 (Halbjahreswechsel);
    01.05 (Einstellungstermin für Referendare).

    Zum Geschäft der Personalplanung gehören:
    Feststellung des Personalbedarfes, Festlegung von geeigneten Fächerkombinationen, Stellenausschreibungen, Bearbeitung von Bewerbungen, Kontaktpflege, Vorstellungsgespräche, Einstellungsgespräche.

    Terminplanung
    Zur Terminplanung gehören die terminliche Planung und Einteilung des Schuljahres (Schuljahrestimer), die Festlegung von diversen Terminen (Info-Abende, Elternabende, Sportturniere, Förder- und Zeugniskonferenzen, Elternsprechtage, ...), die Aufstellung von Ablaufplänen, die Festlegung der Prüfungstermine (z.B. Abitur), die Planung von Konferenzterminen, das Aufstellen von Klausurplänen, ... Dabei ist es wichtig, den Überblick zu wahren, Terminhäufungen zu vermeiden (entzerren) und für transparente Abläufe zu sorgen.

    Unterrichtsverteilung
    Im Februar eines Schuljahres beginnen die Überlegungen für die Unterrichtsverteilung zum 01.08. mit der Planung des Kursprogramms für die Stufe 11 (nach Auswertung des Wahlverfahrens), mit der Planung der Besetzung der Profilkurse und der Planung der Besetzung der Klassenlehrerfunktionen. Unmittelbar nach den Osterferien werden im Lehrerzimmer die sog. Wunschlisten ausgehängt, in die die individuellen Wünsche der Lehrkräfte hinsichtlich des Unterrichtseinsatzes eingetragen werden können.
    Jeweils im Mai wird die Unterrichtsverteilung für das kommende Schuljahr erarbeitet, die ca. 3 bis 4 Wochen vor Schuljahresende fertig gestellt sein muss, damit die Erstellung des Stundenplanes erfolgen kann.

    Ganztagsunterricht
    Die Schule ist seit Jahren, was die Oberstufe betrifft, de facto schon Ganztagsschule. Unterricht von 8.00 Uhr bis 15.20 Uhr („Vormittagsunterricht“) ist die Regel. Manche Oberstufenkurse (schulübergreifende, Sportkurse) laufen darüber hinaus nachmittags (9. und 10. Stunde). Ab Schuljahr 2006/07 wird auch für die Klassen 7 bis 10 aufgrund der erweiterten Stundentafel in Folge der Verkürzung des gymnasialen Bildungsganges nach und nach der Nachmittagsunterricht eingerichtet und ausgeweitet.
    Die Schule wird sich verstärkt zur Ganztagsschule entwickeln.
    Ab Schuljahr 2006/07 wird daher (zunächst für zwei Tage) eine Mittagspause eingeführt, in der die Einnahme eines Mittagessens möglich ist (Mensabetrieb). Es wird zu prüfen sein, ob die Schule sich offiziell zur Ganztagsschule entwickeln möchte und dies auch beantragen wird (auch Betreuungsangebote).

    Stundenplan
    Der Stundenplan wird ca. 3 bis 4 Wochen vor dem Schuljahresende erstellt und ist in der Regel am Ende des Schuljahres (im wesentlichen) fertig, so dass die Lehrkräfte frühzeitig und individuell ihre Zeiteinteilung vornehmen können.
    Der Stundenplan muss ggf. mehrfach im Schuljahr den Erfordernissen und Veränderungen (z.B. zum 01.02.) angepasst werden.
    Zur Stundenplanerstellung gehört auch die Verteilung der Räume. Der Stundenplan wird mit Computerunterstützung erstellt und durchläuft mehrfach ein Optimierungsverfahren, so dass ein Optimum für die Schüler-, Lehrer- und Raumpläne entsteht. Dabei wird darauf geachtet, dass die Anzahl der Frei- und Springstunden minimiert wird. Besonderes Augenmerk gilt den Stundenplänen der Teilzeitbeschäftigten (Anzahl der Unterrichtstage / unterrichtsfreien Tage).

    Vertretungsplan / Aufsichtsplan
    Der Vertretungsplan wird so gestaltet, dass, unter Beachtung der Vorgaben, möglichst wenig Unterricht ausfällt.
    Der Vertretungsunterricht soll möglichst sinnvoll gestaltet werden, reine „Beschäftigung" ist zu vermeiden. Daher wird angestrebt, dass abwesende Lehrkräfte sinnvolle Aufgabenstellungen geben, deren Erledigung von Vertretungslehrkräften nur beaufsichtigt wird. Die Pausenaufsichten müssen den Erfordernissen entsprechen. Die Aufsichtspläne werden so erstellt, dass die daraus erwachsenden Belastungen zumutbar bleiben.

    Referendarsausbildung
    Referendare werden an unserer Schule weitgehend und kontinuierlich in ihrer Ausbildung unterstützt. Neben einer ausführlichen Einführung in das Schulgeschehen und der Vermittlung von Mentoren finden regelmäßige Referendarstreffen mit der Schulleitung und der Ausbildungskoordinatorin ebenso statt, wie Unterrichtsbesuche und individuelle Beratungsgespräche. Wir verstehen unseren Beitrag zur Ausbildung sowohl als Ergänzung als auch – punktuell – als praxisorientiertes Korrektiv zur Ausbildung am LIS.

    Externe Evaluation
    Externe Evaluationen „beleuchten“ die Schule mit dem „Blick von außen“ und geben der Schule ggf. wichtige und wertvolle Hinweise über Stärken und Schwächen der Gestaltung von Schule.
    Wichtige Hinweise erfolgen dabei auch hinsichtlich der Qualität von Unterricht sowie der fachlichen und methodischen Kompetenz der Lehrkräfte. Dies kann eine Grundlage für die weitere Personalentwicklung sein.


    Personalentwicklung

    Einführung neuer Lehrkräfte
    Die Einführung neuer Lehrkräfte erfolgt durch die Schulleitung. Die Einführung geschieht im gemeinsamen Gespräch und wird sehr gründlich und möglichst umfassend vorgenommen, so dass die neuen Lehrkräfte vorbereitet in den Schulbetrieb gehen können und über die wichtigsten Regeln, Vereinbarungen und Gepflogenheiten in Kenntnis gesetzt sind.
    Nach einer angemessenen Eingewöhnungszeit finden weitere Gespräche statt, bei denen die Situation erneut beleuchtet werden kann.

    Vertretungs- und Honorarkräfte
    Vertretungs- und Honorarkräfte werden z.Zt. nach aktuellem Bedarf über die „Stadtteilschule" gewonnen. Künftig wird ein „Pool“ an geeigneten Vertretungs- und Honorarkräften systematisch aufzubauen sein.

    Mitarbeitergespräche, Unterrichtsbesuche, Zielvereinbarungen. Fortbildungsvereinbarungen Aus Zeitmangel finden Mitarbeitergespräche und Unterrichtsbesuche nur gezielt in bestimmten Situationen statt:
  • im Rahmen von dienstlichen Beurteilungen bei
    • Ablauf der Probezeit
    • Bewährungsverfahren
    • Bewerbungen um eine Funktionsstelle
  • bei vorliegenden Beschwerden oder anderweitigen Erkenntnissen

    Im Hinblick auf eine systematische Personalentwicklung ist das System mit den genannten vier Eckpunkten (Mitarbeitergespräche, Unterrichtsbesuche, Zielvereinbarungen und Fortbildungsvereinbarungen) auszubauen:
    Mitarbeitergespräche : von beiden Seiten vorbereitete Gespräche (als Auftakt)
    Unterrichtsbesuche : eine Hospitation (evtl. zwei) mit Auswertung
    Zielvereinbarungen : gemeinsame Verabredungen über die weitere Arbeit
    Fortbildungsvereinbarungen : Festlegung des individuellen Fortbildungsbedarfes (evtl. - programms) zum Erreichen der vereinbarten Ziele
    Häufigkeit pro Mitarbeiter : ca. alle drei Jahre (bei speziellem Bedarf häufiger)

    Das bedeutet für die Schulleitung: 18 bis 20 Personalentwicklungs-Gespräche und Unterrichtsbesuche pro Schuljahr (ca. 2 pro Monat).






    3. ARBEITSPROGRAMM


    3.1 WO SIND WIR UND WAS SOLL GETAN WERDEN?

    Im Abschnitt 2.3 „Arbeitsschwerpunkte und Ziele“ sind sowohl der Ist-Zustand unserer Schule als auch unsere sich daraus ergebenden Zukunftsvorstellungen – die Grundlagen unseres Arbeitsprogramms – kursiv gedruckt – beschrieben, um ihren Zusammenhang nicht zu zerstören.

    Zusammengefasst ergeben sich die nachstehenden Aufgabenfelder und Arbeitsschwerpunkte für die nächsten Jahre. Dabei berücksichtigen wir auch die Auswertung der externen Evaluation aus dem Herbst 2006, die teilweise unsere eigenen Einschätzungen, was Handlungsbedarf und Dringlichkeit angeht, unterstreicht, aber in Ansätzen auch neue Impulse setzt:
  • Lehren und Lernen
    Das „Kerngeschäft“ von Schule ist und bleibt der Unterricht.
    • Die Lehrpläne müssen fortgeschrieben werden und stehen in den nächsten Jahren wegen der Verkürzung des Bildungsganges in besonderer Weise im Zentrum unserer Arbeit.
    • Erfolgreicher Unterricht beruht neben gut begründeter Zielklarheit auf der flexiblen Verwendung eines differenzierten Methodenrepertoires.
    • Die Kooperation von Kollegen in einzelnen Bereichen hat sich bewährt und sollte weiter ausgebaut werden. So sollten Unterrichtsmaterialien ausgetauscht und fächerübergreifende Unterrichtseinheiten durchgeführt werden. Gegenseitige Hospitationen sind hilfreich.
    • Eine zunehmend heterogene Schülerschaft stellt besonders an die Klassenleitung immer höhere Anforderungen im Bereich der Vermittlung sozialer Kompetenzen. Die dafür notwendige Zeit kann nicht immer in den Fachstunden der Klassenlehrer bereit gestellt werden. Insofern ist die Einführung einer Klassenlehrerstunde zu fordern.
    • Die enge Zusammenarbeit mit Unterstützungsinstitutionen – zum Beispiel mit dem Schulspychologischen Dienst und des Jugendamt – ist zu bedenken.
    • Angesichts der alarmierenden Tatsache, dass Jungen und junge Männer zunehmend überproportional schlechte Schulabschlüsse haben, werden wir uns in Zukunft im Rahmen von Wertevermittlung und Lebens- und Berufsorientierung verstärkt um diese Zielgruppe kümmern. Dazu bedarf es einer allgemein erhöhten Aufmerksamkeit für die besonderen Leistungsmöglichkeiten, Auffälligkeiten und Fördermöglichkeiten sowie spezieller Angebote (z.B. einen „Jungentag“ parallel zum üblichen „Girl’s Day“).
    • Der Vertretungsunterricht, der eine zusätzliche Belastung der Lehrkräfte darstellt, könnte für benotete Langzeitaufgaben genutzt werden, auch um Selbstständigkeit und Eigenverantwortung der Schüler zu fördern. Wir haben einen Pool von Aufgaben aus den Kernfächern für den Vertretungsunterricht eingerichtet.
    • Die Schule sollte sich – abhängig allerdings von der Menge der zur Verfügung stehenden Stunden – um eine Verbesserung des Angebotes von Arbeitsgemeinschaften, insbesondere in den Bereichen Politik, Sport, Theater und Musik bemühen.
  • Lebensraum Schule
    Die in der externen Evaluation bestätigten „Ansätze zu einer ganz praktischen und alltagsnahen ‚Verantwortungskultur’“ wollen wir weiter ausbauen.
    • Wir wollen jeden einzelnen Schüler im Rahmen seiner Lernmöglichkeiten fördern und dennoch den Leistungsanspruch des Gymnasium aufrecht erhalten.
    • Lehrer sind nicht nur Vorbild als fachliche Autorität, sondern auch in ihrem Verhalten in der Schule.
    • Die externe Evaluation weist auf die Bedeutung des Raumes „als dritter Pädagoge“ für den Erfolg unserer schulischen Arbeit hin. Notwendige Veränderungen betreffen Klassenräume, Nebenräume, Arbeitsräume für Schüler und Lehrer, Aufenthaltsräume, Besprechungsräume, Kommunikationsstätten, Aufbewahrungsmöglichkeiten für Kleidung und Lehrmittel.
    • Die Verantwortung für unsere Räume sollte klarer zugeordnet werden: „Verantwortungsgemeinschaft für Sachen und Räume“.
    • Eine Hausordnung wird Regeln des Miteinanders enthalten, die den verantwortungsvollen Umgang mit Personen und Sachen betreffen.



    3.2 WO SIND WIR ZUM HANDELN AUFGERUFEN?

    Unser Jahresplan ist der operativer Bestandteil unseres Schulprogramms. Er priorisiert unter Berücksichtigung der uns zur Verfügung stehenden Ressourcen und anderer behördlicher Anweisungen die strategischen Vorgaben des Schulprogramms im weiteren Sinne.

    3.3 JAHRESPLAN 2005 / 2006
    3.4 ARBEITSPROGRAMM 2006 / 2007



    4. FORTBILDUNG


    Im Kollegium des Gymnasiums Vegesack wird die Fortbildungsverordnung des Senators für Bildung und Wissenschaft für Lehrkräfte an öffentlichen Schulen des Landes Bremen umgesetzt. Jeder mit voller Stundenzahl unterrichtende Lehrer nimmt innerhalb eines Schuljahres an Fortbildungsmaßnahmen im Umfang von mindestens 30 Stunden teil. Das Kontingent der von Teilzeitkräften zu leistenden Stunden richtet sich nach der Fortbildungsverordnung bzw. nach den Vorgaben der Behörde.
    Die schulinternen Fortbildungen für das Schuljahr 2006/2007 sind inhaltlich und finanziell an die Erstellung des Schulprogramms gebunden. Darüber hinaus bildet sich das Kollegium sowohl individuell als auch in Fachgruppen fort.

    Nach der Erstellung des Schulprogramms werden weitere mögliche Schwerpunkte aus der bereits durchgeführten Fortbildungserhebung unserer Schule in einem Diskussionsforum erörtert und im Rahmen einer Gesamtkonferenz beschlossen.

    Themenschwerpunkte im Bereich der fächerunabhängigen Fortbildung zum Erhebungszeitpunkt sind:
  • Unterrichtsführung / Methodenvielfalt / Binnendifferenzierung / Effektiver Unterricht
  • Umgang mit verhaltensauffälligen Schülern
  • Prüfungsdidaktik

    Diese Fortbildungsinhalte entsprechen den Vorschlägen der externen Evaluation vom Oktober 2006.
    Darüber hinaus melden Fach- und Arbeitsgruppen ihre jeweiligen konkreten Fortbildungswünsche bei der Fortbildungskoordination an, falls sie diese nicht durch die Fachkonferenzen organisieren können. Die Fortbildungskoordination bemüht sich, mit Hilfe der Angebote des LIS Bremen und er umliegenden Fortbildungsinstitutionen diesen Wünschen zu ensprechen.

    Überblick
    Bedarfsanalyse Ist erfolgt
    Schwerpunktsetzung Ist erfolgt
    Planung von konkreten Fortbildungen Ist teilweise erfolgt, weitere sind in Planung
    Durchführung Ist teilweise erfolgt, weitere sind in Planung
    Auswertung Evaluation auf Durchführung, Praxisbezug, Transfer im Anschluss an die jeweiligen Fortbildungen ist teilweise erfolgt





    5. EVALUATION

    Das Schulprogramm ist die Arbeitsgrundlage aller am Gymnasium beteiligten Gruppen und Personen. Es bedarf in regelmäßigen Abständen der Überprüfung und Weiterentwicklung.

    Unter Evaluation verstehen wir die systematische Sammlung von Informationen über unsere schulische Arbeit. Sie vermittelt einen reflektierenden Blick auf die Ergebnisse unseres Tuns und gibt Aufschluss über die Wege, auf denen wir zu ihnen gelangt sind.

    Im Rahmen unserer Qualitätsentwicklung stellt unsere Evaluation die Daten bereit, die wiederum die Voraussetzung sind für weitergehende Entwicklungsziele unserer Schule.

    In den Jahresplänen konkretisieren sich die umfassenden und z.T. langfristigen Zielsetzungen des Schulprogramms zugleich mit der Angabe der entsprechenden Evaluationsvorhaben. Einige Teile des Arbeitsprogramms tragen die Indikatoren für ihre Umsetzung unmittelbar in sich (Vgl. S. 10, Evaluation von Unterrichtsmethoden und S. 12, Feedbackkultur). Im Rahmen der internen Evaluation werden Entwicklungsziele überprüft, die sowohl von der Behörde als auch von unserer Schule selbst gesetzt wurden. So werden im Jahresplan 2006 / 2007 evaluiert:
  • Methoden des „Feedbacks“ – Rückmeldebögen für die Qualität von Unterricht
  • Methodentraining im Unterricht
  • Profiloberstufe
  • Schulinterne Lehrpläne

    Die erste externe Evaluation fand im Herbst des Jahres 2006 statt. Sie hat eine Fülle von Daten bereitgestellt, deren Bewertung noch nicht abgeschlossen ist. Zwei Vorhaben kristallisieren sich für das Kalenderjahr 2007 heraus:
  • Unterrichtskultur
  • Bewirtschaftung und Gestaltung unserer Räume

    Dazu werden weitere Zielsetzungen treten und zugleich damit die Angabe der Evaluationszeiträume und -methoden sowie die Benennung der damit verbundenen Verantwortlichkeiten.
    Auch unsere schulischen Gremien werden in regelmäßigen Abständen die Arbeit mit dem Schulprogramm überprüfen.

    Folgende Fragestellungen könnten dabei von Belang sein:
  • Worauf hatten wir uns verständigt?
  • Welche Ziele haben wir erreicht, welche nicht?
  • Welche Gründe lassen sich für das Erreichen bzw. Nicht-Erreichen nennen?
  • Welche Ziele müssen verändert oder neu formuliert werden?
    Wollen wir herausfinden, ob und in welchem Maße das Schulprogramm als Ganzes unser Schulprogramm beeinflusst und verändert, so stoßen wir möglicherweise an die Grenzen der Selbstevaluation. Gegebenenfalls wird die Schule aus eigener Initiative außerschulische Evaluatoren zur Untersuchung bestimmter Aspekte zu Rate ziehen.

    Darüber hinaus wird sich das Gymnasium Vegesack auch weiterhin der vom Senator für Bildung angeordneten externen Evaluation stellen.
   
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